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Online-Kataloge stellen nach gut zehn Jahren rasanter Internetentwicklung kein außergewöhnliches Phänomen mehr dar. Die wissenschaftliche Recherche ist heute ohne die Benutzung komfortabler Bibliothekskataloge, etwa des KVK (Karlsruher Virtueller Katalog; http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/hylib/en/kvk.html ) oder des VKK (Virtueller Katalog Kunstgeschichte; http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/vk_kunst.html ), als Fachkataloge nicht mehr denkbar. Auch die deutschen Museen haben die Möglichkeiten des Mediums Internet früh erkannt und diese Plattform genutzt, um sich einem breiten Publikum auch außerhalb ihrer klassischen Klientel zu präsentieren und ihren Interessentenpool auf diese Weise zu erweitern. Als Vorreiter dieser Entwicklung mit einem bereits ansprechenden Angebot traten in den 1990er-Jahren beispielsweise die Kunst- und Ausstellungshalle Bonn und das Deutsche Historische Museum in Berlin hervor. Die traditionelle Institution 'Museum' nutzte somit das Internet bereits Ende der 1990er-Jahre als neue Präsentationsform [1].

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Mit zumeist knappen Informationen zur jeweiligen Museumssammlung und zu aktuellen Ausstellungen sollten Besucher und Besucherinnen auf den Museumsbesuch vorbereitet bzw. zu diesem animiert werden. Nur vereinzelt wurden zunächst die neuen Möglichkeiten des Mediums ausgelotet, indem virtuelle Rundgänge durch das Haus und seine Sammlungen angeboten wurden. Das virtuelle Museum war noch Zukunftsmusik. Diese Situation gehört heute der Vergangenheit an. Auch kleine Häuser haben inzwischen die Zeichen der Zeit erkannt und sind in der Lage, dieses gerade für sie interessante Medium zu nutzen. Sind sie doch in Zeiten leerer öffentlicher Kassen in viel stärkerem Umfang bis hin zu ihrer existentiellen Bedrohung von der Kostenreduzierung betroffen und oft nicht in der Lage, eine ausreichende, erfolgsorientierte Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Von vielen Häusern wird daher online neben den Basisinformationen über Öffnungszeiten, Ansprechpartner, aktuelle Ausstellungen, usw. innerhalb der Sammlungsauftritte auch ein Objektkatalog bereitgestellt. So ergibt die Abfrage über den 'Art-Guide' – das Portal für kunsthistorische Internetquellen ( http://vifa.ub.uni-heidelberg.de
/kunst/servlet/de.izsoz.dbclear.query.browse.Query/domain=kunst/lang=de/?querydef=query-simple
) – nach Online-Katalogen deutscher Kunstmuseen dann auch eine recht bemerkenswerte Ergebnisliste von 486 Titeln. Bei der Überprüfung zeigt sich indes bald, dass diese als Kataloge definierten Internetangebote nur ansatzweise den Vorstellungen der Nutzer hinsichtlich eines detaillierten Überblicks über die jeweiligen Sammlungsgebiete entsprechen können. In den meisten Fällen werden ausgewählte Objekte nur mit wenigen Angaben vorgestellt oder im Rahmen einer aktuellen Sonderausstellung als Zusatzangebot präsentiert. In keinem Fall erschließt sich dem Nutzer ein kompletter Sammlungsbestand.

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Die gezielte Abfrage nach digitalen Bestandskatalogen deutscher Museen liefert bis heute nur zwei Ergebnisse, die in beiden Fällen die Staatlichen Museen Kassel betreffen. Sie nehmen seit 2004 eine Vorreiterrolle auf diesem Gebiet ein und sind dabei, ihre Position noch weiter auszubauen. Dabei bilden die Online-Kataloge keine Konkurrenz zu den herkömmlichen Sammlungsführern und Ausstellungskatalogen dieses Mehrspartenhauses. Wie die entsprechenden Veröffentlichungen der Staatlichen Museen Kassel in den letzten beiden Jahren belegen, bieten sie vielmehr deren mediale Unterstützung. So können nun Bestände präsentiert werden, die entweder aus konservatorischen Gründen nie dauerhaft in einer Ausstellung zu sehen sein werden (z. B. Graphik), oder die wegen ihrer Menge, ihrer Größe oder der Schwierigkeit ihrer adäquaten Präsentation bisher kaum in großem Umfang dafür vorgesehen waren (z. B. Münzen oder Gemmen).

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Ausgangspunkt der Kasseler Online-Kataloge war das seit November 2000 im Haus angesiedelte Forschungsprojekt zur Erstellung eines Bestandskatalogs der Architekturzeichnungen des 17.-20. Jahrhunderts in der Graphischen Sammlung ( http://212.202.106.6/dfg/museumkassel/home.jsp ; Abb. 1). Neben dem Staatsarchiv Marburg und der Plankammer Potsdam liegt hier das wichtigste Dokumentationszentrum zur Erforschung der hessischen Baugeschichte. Bereits die ersten Diskussionen über die Publikation der Ergebnisse der Forschungsarbeit machten deutlich, dass bei einem Sammlungsumfang von fast 5.000 Handzeichnungen keine traditionelle Buchpublikation möglich gewesen wäre. Erste Erfahrungen mit einer digitalen Publikationsform waren bereits mit dem 1999 auf einer CD-ROM erschienenen Bestandskatalog der Zeichnungen von Heinrich Christoph Jussow – dem wichtigsten Architekten Kassels in der Zeit um 1800 – gemacht worden. Davon ausgehend, nahm die Idee Gestalt an, den Bestandkatalog des Forschungsprojekts als thematisch abgeschlossene Online-Datenbank auf der Website der Staatliche Museen Kassel verfügbar zu machen. Da zu dieser Zeit keine vergleichbaren Projekte vorlagen, musste hier Pionierarbeit geleistet werden. Die erfolgreiche Realisierung gelang zusammen mit einem Studententeam des Fachbereichs Wirtschaftsinformatik der Georg-August-Universität Göttingen, das im Rahmen einer Semesterarbeit sowohl die Programmierung als auch die Gestaltung übernahm.

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Eines der wichtigsten Ziele bei der Verwirklichung bestand darin, den Seh- und Arbeitsgewohnheiten der Zielgruppen – sowohl Wissenschaftler mit dem Schwerpunkt Architekturgeschichte als auch interessierte Laien – Rechnung zu tragen und ein intuitives Navigationssystem durch den heterogenen Bestand zu erarbeiten. Das Projekt des Bestandskatalogs der 'Jussow-Zeichnungen' (inzwischen ebenfalls online verfügbar) hatte hier Vorgaben geliefert, die sich als übertragbar erwiesen haben. Wie in den Kapiteln eines Buches werden Konvolute von Blättern zu einer verbindlichen Abfolge zusammengestellt, die sich, dem Gegenstand des architektonischen Objekts gemäß, anhand der topographischen Lokalisierung ergaben. Andere, nicht ortsgebundene Objekte werden zum einen in die hierarchisch strukturierte Gliederung integriert oder sind bereits auf der Startseite durch den Index zugänglich. Neben dem Katalog, durch den wie bei einer traditionellen Buchpublikation 'geblättert' werden kann, ist der Bestand auch über eine differenzierte Suchabfrage nach unterschiedlichen Kriterien zu erschließen. Über verlinkte Seiten im Footer wird das Angebot um weitere Textteile wie 'Vorwort und Einführung'‚ 'Literaturverzeichnis' und 'Impressum' ergänzt. Jedem Blatt sind eine Textmaske mit einem Katalogbeitrag sowie eine Abbildungsmaske mit einer Zoomfunktion zugeordnet.

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Für die Bereitstellung geeigneten Abbildungsmaterials musste kein eigenes Fotoprojekt initiiert werden, sondern das Forschungsprojekt konnte von der Weichungsstellung der Museumsleitung profitieren, die sich bereits Ende der 1990er-Jahre für die schrittweise Einführung der digitalen Fototechnik entschieden hatte. Bei der Umsetzung und Ausschöpfung der Möglichkeiten digitaler Bildpräsentation leistete die Kooperation mit dem an der Bibliotheca Hertziana angesiedelten Forschungsprojekt 'Lineamenta' ( http://lineamenta.biblhertz.it/ ) unter der Leitung von Elisabeth Kieven die entscheidende Hilfestellung, da die dort verwendete Opensource-Software Digilib, die eine Zoom-Option gewährleistet, nun auch für das Projekt der Architekturzeichnungen eingesetzt werden konnte. Für die textgestützten Informationen erwies sich das bei den Staatlichen Museen 2002 neu eingeführte Inventarisations- und Organisationsprogramm 'MuseumPlus' als zuverlässiger Partner. Die Daten für die Online-Kataloge werden aus dem Gesamtdatenbestand des zentralen MS-SQL-Servers herausgefiltert und als Textdateien in eine MySQL-Datenbank exportiert.

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Die gesammelten Erfahrungen und der Erfolg des Projekts haben die Publikation weiterer Projekte erleichtert. Im Jahr 2006 konnten drei neue Bestandskataloge online gehen (Römische Skulptur, antike Münzen mit dem Rückseitenmotiv des Herkules Farnese, nachantike Kameen). Noch in diesem Jahr soll ein weiterer Katalog folgen (Altperuanische Keramik). Im nächsten Jahr sind zwei weitere Kataloge geplant (Griechische Skulptur, Malerei des 19. Jahrhunderts).

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Die Kasseler Online-Kataloge sind eingebunden in die Website der Staatlichen Museen Kassel ( http://www.museum-kassel.de/ ). Von der Homepage (Startseite) gelangt der Nutzer zur Überblicksseite, von wo ihn die Navigationsspalte am linken Rand auf den Link der Online-Kataloge führt (Abb. 2). Die Antikensammlung konnte gleich zwei Kataloge ins Netz stellen, wobei der Bestand der römischen Skulptur zu dem am weitesten bekannten und berühmtesten Teil der Sammlung gehört. Dieser Katalog wird zum Ende des Jahres überarbeitet und zusammen mit dem Katalog der griechischen Skulptur im nächsten Jahr neu vorgestellt werden. Auch hier sind die Objekte wie in den Kapiteln eines Buches nach einer sachlichen Gliederung zu Gruppen zusammengefasst. Daneben kann der Bestand durch eine Volltextsuche erschlossen werden, die alle Datenbankfelder erfasst. Das Medium bietet hier die Möglichkeit, alle wichtigen Objekte mit mehreren Fotografien vorzustellen.

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Als zweiter Katalog der Antikensammlung wurde der Bestand der antiken Münzen mit dem Rückseitenmotiv des Herkules Farnese vorgestellt ( http://212.202.106.6/muenzen/intro.htm ) – eine unmittelbar mit der Stadt Kassel verbundene Darstellung, da die über acht Meter hohe Kopie der berühmten Skulptur auf dem Oktogon im Bergpark das Wahrzeichen der Stadt bildet. Auch hier wird neben der Erschließung über eine Suchabfrage ein Gliederungssystem verwendet, dem in diesem Fall eine Chronologie zugrunde liegt. Stempel- und typengleiche Münzen sind ebenso wie Münzen aus derselben Prägestätte bzw. der gleichen römischen Provinz miteinander verlinkt und somit bietet sich eine direkte Überprüfung gattungsspezifischer und lokaler Eigenheiten.

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Der dritte Neuzugang, der der Abteilung 'Angewandte Kunst' zugeordnet ist, zeigt mit den 'Nachantiken Kameen' einen Teilbestand der Kasseler Gemmensammlung ( http://212.202.106.6/gemmen/intro.htm ), die neben der Münchner Sammlung des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz zu den bedeutendsten in Deutschland zählt. Hier bietet sich die inhaltliche Gliederung durch die authentische Präsentation auf den historischen Holztablaren des 18. Jahrhunderts an, die in ihrer historischen Ordnung auf einer bewussten Auswahl gründet (Abb. 3). In der Reihenfolge ihrer Position auf dem Tablar können die Steine und der zugehörige Katalogtext nacheinander aufgerufen werden. Zudem ermöglicht das Medium die Direktauswahl eines Steines durch das Anklicken innerhalb des Tablars. Darüber hinaus kann der Bestand auch über Suchabfragen erschlossen werden, wobei die Kombination verschiedener Suchkriterien weit über das Angebot traditioneller Indices hinausgeht.

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Eine breite Verfügbarkeit für die Forschung und Lehre soll die Vernetzung mit anderen Portalen gewährleisten, die für den Online-Katalog 'Architekturzeichnungen' bereits verwirklicht werden konnte. Über das Bildarchiv 'prometheus' ( http://www.prometheus-bildarchiv.de/ ) und in Teilen auch über die Datenbank des 'Lineamenta'-Projekts ( http://lineamenta.biblhertz.it/ ) ist der Bestand an Architekturzeichnungen der Staatlichen Museen Kassel recherchierbar.

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Die Bedeutung der Kasseler Online-Kataloge liegt in ihrer Gesamtpräsentation eines Bestandes in Bild und Text. Gerade die ausführlichen wissenschaftlichen Katalogtexte gehen weit über das hinaus, was ähnlich gelagerte Projekte in dieser Hinsicht bislang bieten. Zumeist sind diese aus Datenbanken generierten Informationspools, die zuweilen mit einem zwar umfangreicheren Angebot aufwarten, jedoch nicht mehr als kommentierte Bilddatenbanken. Damit soll deren grundsätzliche Bedeutung keineswegs geschmälert werden, allein die notwendige Differenzierung der Angebote erscheint an dieser Stelle angebracht.

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Die Vorreiterrolle, die den Staatlichen Museen Kassel auf dem Gebiet der musealen Bestandskataloge zukommt, beinhaltet jedoch auch eine Verpflichtung, die in der Weiterentwicklung und der Kontrolle des entwickelten "Produktes" liegt. Die Erkenntnis, dass diese Form der Online-Publikation auch Risiken in sich bergen kann, ist nicht neu. Auch die Kölner Tagung "Digitale Medien und Wissenschaftskulturen" setzte sich mit den Gefahren auseinander, die von einem elektronischen Publizieren ausgehen, das allein die Machbarkeit in den Vordergrund stellen würde, ohne die Konsequenzen der medialen Entwicklung mit in die Überlegungen einzubeziehen.

Zunächst liegen die Vorteile des Mediums für die Publikation museumsspezifischer Inhalte, insbesondere wenn diese aus einer langfristigen Projektarbeit hervorgehen, klar auf der Hand: Bei einem vorliegenden Programm ist eine Teilpublikation nach Abschluss eines Bearbeitungsabschnitts ohne zusätzliche Sachkosten ebenso gewährleistet, wie die Einarbeitung neuer Erkenntnisse. Diese werden zum einen durch die fortschreitende Forschungsarbeit gewonnen, zum anderen aber auch von außen durch Hinweise von Seiten der Nutzer an die Projektmitarbeiter herangetragen. Diese Vorteile können der Publikation jedoch gleichzeitig auch zum Nachteil gereichen: In der Möglichkeit der Nachbesserung und der Veränderung liegt der größte Ansatzpunkt jener Kritiker dieser Publikationsform, die das Internet weiterhin für eine unzuverlässige, manipulierbare und nur schwer zu kontrollierende Informationsquelle halten.

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Die Frage stellt sich jedoch, ob die sich abzeichnenden Veränderungen der Wissenschafts- und Publikationskultur nur stoisch hinzunehmen sind oder ob nicht vielmehr lenkend eingegriffen werden sollte. So haben sich die Staatlichen Museen Kassel bewusst entschlossen, bei der Publikation ihrer Online-Kataloge dem gleichen Qualitätsstandard zu folgen, dem auch eine Buchpublikation im Haus unterworfen ist. Die Kataloge werden lektoriert und redaktionell bearbeitet. Es gilt ein Redaktionsschluss. Werden Veränderungen von Texten im Internet vorgenommen, wird dies durch den neuen Stand unter dem Katalogtext angezeigt. Notwendige Korrekturen werden gesammelt und wie eine überarbeitete bzw. korrigierte Fassung behandelt. Die empfohlene Zitierweise, die das Besuchsdatum der Internetseite ausweist, macht den entsprechenden Stand der Publikation leicht nachvollziehbar.

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Und nicht zuletzt: Der Autor eines Textes wird namentlich genannt (im Falle des Mitarbeiterteams im Projekt "Architekturzeichnungen" über ein Namenskürzel, das im Impressum aufgelöst wird). Der Verzicht auf diese Form der Durchsichtigkeit würde den Verlust von Verantwortung bedeuten, vor dem sich jeder innovativ arbeitende Wissenschaftler scheuen sollte. Die Leistung des Einzelnen sollte gewürdigt, aber auch kritisch betrachtet werden können. Dem Aspekt der Wandlungsfähigkeit dieses sich schnell verändernden und überaus anpassungsfähigen Mediums dürfen die bislang geltenden Qualitätsstandards wissenschaftlichen Arbeitens nicht untergeordnet werden. Die sinnvollen und bewährten kulturellen Errungenschaften der 'Gutenberg-Galaxis' sollten wir mitnehmen auf unserem Weg in das digital-mediale Zeitalter.

Autorin:

Dr. Maren Christine Härtel
mhk museumslandschaft hessen kassel
Graphische Sammlung / DFG-Projekt
Postfach 41 04 20
34066 Kassel
info@museum-kassel.de



[*] Die museumslandschaft hessen kassel ist die Nachfolgeinstitution der Staatlichen Museen Kassel. Aus technischen Gründen wird im nachfolgenden Text noch der alte Name verwendet.

[1] Vgl. Birgit Richard/Paul Thielmann: Internet für Kunsthistoriker, Darmstadt 1999, 51.

Empfohlene Zitierweise:

Maren Christine Härtel : Die Online-Kataloge der museumslandschaft hessen kassel (mhk) , in: zeitenblicke 5 (2006), Nr. 3, [2006-12-03], URL: http://www.zeitenblicke.de/2006/3/Haertel/index_html, URN: urn:nbn:de:0009-9-6526

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