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These

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In frühneuzeitlichen Reise- und Expeditionsberichten sind meist nicht nur einem bestimmten Schema verpflichtete Beschreibungen fremder Völker, ihrer Sitten und Gebräuche enthalten, sondern auch eine Vielzahl von Kupferstichen. Ihre Aufgabe bestand in erster Linie in der Veranschaulichung der Darlegungen des Reisenden. Illustrationen stellen aber nicht einfach ergänzende Visualisierungen von Inhalten jeweils zu illustrierender Textpassagen dar, die auf bloße Vermittlung und Sichtbarmachung neuen Wissens abzielen. Durch die Bündelung der zu transportierenden Botschaften und die Übersetzung in eine Bildsprache können sie auch ohne den ursprünglichen Text verstanden werden. Darüber hinaus können Illustrationen als Verstärkung der in den Texten enthaltenen mentalen Bilder funktionieren.

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Diese These soll beispielhaft an einer Illustration aus dem Reisebericht des Franzosen Jean Chappe d'Auteroche (1722-1769) überprüft werden, der unter dem Titel Voyage en Sibérie, fait par ordre du roi en 1761 im Jahre 1768 in Paris erschien. [1] Sie ist Teil eines vielgestaltigen Bildprogramms und zeigt eine familiäre Szene in einem Innenraum, bei alltäglichen Verrichtungen.

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Die Illustration kann dabei in kunsthistorischer Perspektive beispielsweise hinsichtlich der Motivgeschichte, zeitgenössischer Darstellungspraktiken und ästhetischer Konventionen betrachtet werden, die sich durch den Vergleich mit zeitgenössischen Buchillustrationen und zeitgenössischer Malerei erschließen lassen. Das Verhältnis zwischen Bild und Text zu bestimmen, ist dabei ein weiteres mögliches Anliegen. Daneben kann man sich mit der gewählten Bildquelle unter imagologischen Gesichtspunkten befassen und die Form der Präsentation nach Einflüssen von mentalen Bildern und stereotypen Vorstellungen untersuchen. Gerade unter diesem Aspekt ist die Alltäglichkeit des Sujets, die auf den ersten Blick suggerierte Allgemeingültigkeit der dargestellten und symbolisierten Sachverhalte, ein Kriterium für die Wahl der Bildquelle: In welchem Maße lassen sich in einer als "gewöhnlich" und "allgemeingültig" apostrophierten Szene mentale Bilder greifen, lassen sich Buchillustrationen auch als ihre Visualisierungen verstehen?

Die Bildquelle Soupé russe und ihr Kontext

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Bei der ausgewählten Bildquelle handelt es sich um einen Kupferstich, ausgeführt von Jacques-Philippe Le Bas [2] nach einer Vorlage von Jean Baptiste Le Prince, der ganzseitig in den ersten Band des Berichts Chappe d'Auteroches als zweite Tafel eingebunden ist. Abgebildet ist ein dunkler, spärlich möblierter Innenraum, in dem sich eine Gruppe von Menschen beiderlei Geschlechts und unterschiedlichen Alters, mutmaßlich eine Familie, versammelt hat. Der Raum weist dabei in der Wahl des Sujets sowie einzelner seiner Elemente Ähnlichkeiten zu dem ebenfalls im ersten Band, dort Tafel IV, eingebundenen Kupferstich unter dem Titel "Intérieur d'une habitation russe pendant la nuit" auf, bei dem jedoch eine völlig andere Perspektive gewählt wurde. [3]

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An der linken Seite des offensichtlich fensterlosen Raums scheint ein Ofen eingebaut. Vorne links ist eine auf einem Dreifuß montierte und von einem alten Mann beaufsichtigte Kienfackel dargestellt, deren Licht auf die zentrale Personengruppe in der unteren Mitte fällt und sie damit gleichzeitig akzentuiert, den Rest des Raumes hingegen im Schatten belässt. Holzscheite und verschiedene Alltagsgegenstände liegen um die Gruppe mehr oder minder achtlos verstreut herum oder sind in einem Regal an der Rückwand eher unordentlich untergebracht. Die rückwärtige Wand begrenzt gleichzeitig den Raum für die Augen des Betrachters. In der rechten hinteren Ecke des Raums wird eine Ikonenecke samt Lampe gezeigt, begrenzt nach oben wird der Raum durch eine aus Brettern gezimmerte Decke, die aber den Blick in einen Dachboden oder Speicher teilweise offen lässt. Ein unterhalb der Decke befestigter dicker, sich zum Ende verjüngender und nur grob entrindeter Ast ragt von der rechten Seite ins Bild. Nur mit einem Tau befestigt hängt daran eine Wiege, offenbar von einfacher Machart. Ein Kleinkind kriecht wenig bekleidet, aber keineswegs unbeobachtet über den Boden, Blickkontakt besteht zwischen diesem Kind und einer jungen Frau, anscheinend der Mutter. Weitere Kinder befinden sich in der Bildmitte und werden in einem Zuber von der jungen Frau gewaschen bzw. nehmen an der Aktion interessiert Anteil. Recht zentral in der unteren Bildmitte direkt neben der hängenden Wiege steht ein Mann, möglicherweise der Hausherr, mit einer Schüssel in der Hand. Seine ältere Nachbarin zur rechten hat einen Korb unter dem Arm und blickt auf die Gruppe von Kleinkindern in und um den Zuber. Ein etwas älteres Mädchen sitzt rechts neben der Gruppe mit Blick auf dieselbe und schlürft etwas aus einem sehr großen Holzlöffel. Ein weiterer Mann, mit dem rechten Arm auf den Rand des Zubers gelehnt, greift in eine Schüssel zu Füßen des Mädchens – was sich genau darin befindet, bleibt offen. Trotz der dargestellten Ärmlichkeit und Unordnung wird eine Szene "allgemeinmenschlichen" harmonischen, alltäglichen Familienlebens mit zahlreichen Kindern geboten.

Abb. 1

Zur Person des Künstlers

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Als Künstler, der die Vorlagen für den überwiegenden Teil der Illustrationen für die Bände der Voyage en Sibérie schuf, die von Kupferstechern für die weitere Vervielfältigung graviert wurden, hatte Chappe d'Auteroche Jean-Baptiste Le Prince (1734-1781) gewonnen. [4] Heute ist Le Prince, der ein Schüler des bekannten Malers François Boucher war, als Landschafts-, Genre- und Porträtmaler, aber auch für seine "Russerien" bekannt, eine zeitgenössische Variante ästhetischer Moden wie sie auch die "Chinoiserien" in Kunst und Kunsthandwerk darstellen: So gestaltete Le Prince auf der Grundlage seiner Skizzen und Reiseerfahrungen aus Russland auch Vorlagen für Wandteppiche und andere dekorative Arbeiten. [5] Le Prince war 1754 nach Italien, 1758 schließlich über Amsterdam nach Russland gereist, um dort unter anderem für den Zarenhof zu arbeiten, so auch im Rahmen der dekorativen Arbeiten beim Ausbau des Winterpalastes. [6] Während seiner Zeit in Russland hatte er Gelegenheit, ausgedehnte Reisen innerhalb des Landes zu unternehmen und dabei Skizzen als Referenzmaterial für spätere Arbeiten anzufertigen, darunter zahlreiche Studien zu unterschiedlichsten Trachten. [7] Da Le Prince zur Zeit der Reise Chappe d'Auteroches noch in St. Petersburg lebte, wäre ein Treffen beider bereits in Russland theoretisch möglich gewesen. Ob es aber tatsächlich dazu gekommen ist, lässt sich derzeit nicht nachweisen. Le Prince selbst kehrte 1762 gesundheitlich angegriffen mit einem Teil seines Materials nach Frankreich zurück. [8] Infolge verschiedener Umbaumaßnahmen seit der Zeit Katharinas II. sowie eines Brandes im Winterpalast (1837) sind die meisten seiner Arbeiten, die in Russland geblieben waren, zerstört worden. [9]

Zum historischen Kontext der Voyage en Sibérie

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Den Anlass für die Reise des Geistlichen Chappe d'Auteroche, der in Frankreich eine Karriere als Astronom gemacht hatte und Mitglied der französischen Akademie der Wissenschaften geworden war, [10] bildete ein für den Sommer 1761 erwarteter Transit der Venus. Dieses Phänomen rief in der zeitgenössischen Naturwissenschaft lebhaftes Interesse hervor, hatte doch Edmund Halley 1716 eine Methode entwickelt, die für die Planetenforschung wichtige Distanz zwischen Erde und Sonne zu bestimmen. [11] Um diese Berechnung in der Praxis durchzuführen, waren jedoch Daten unerlässlich, die durch die Beobachtung eines Venusdurchgangs von Dutzenden von Messpunkten auf der Erde gewonnen werden mussten. Als für den Juni 1761 dieses seltene Schauspiel wieder einmal bevorstand, wurde in ganz Europa wissenschaftlicher Aufwand in bislang unbekanntem Maßstab getrieben. So wurde eine Reihe von Expeditionen organisiert, unter ihnen auch die erste große Seereise unter dem Kommando von James Cook, der unter anderem im Pazifik den Venustransit beobachten sollte. [12] Chappe d'Auteroche gehörte ebenfalls zum Kreis der Forschungsreisenden und machte sich im Auftrag des französischen Königs auf den Weg nach Sibirien. [13] Zunächst wandte er sich nach St. Petersburg und erhielt dort russische Unterstützung, insbesondere von der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, obwohl man das Unternehmen sicher lieber unter russischer Leitung gesehen hätte. [14] Von St. Petersburg aus reiste Chappe d'Auteroche schließlich nach Tobol'sk, wo er am 10. April 1761 ankam. Innerhalb der Sommermonate erledigte er seine geplanten Arbeiten, die auch geographische Untersuchungen umfassten. [15]

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Den Winter verbrachte Chappe d'Auteroche in St. Petersburg und kehrte von dort im Sommer 1762 nach Paris zurück. [16] Die Arbeiten an seinem offiziellen Bericht zogen sich unter dem Eindruck weiterer wissenschaftlicher Beschäftigungen, darunter Expeditionen nach Mexiko und Kalifornien, allerdings hin. [17] Seine Beobachtungen erschienen erst 1768 in zwei prachtvoll mit Stichen und Karten ausgestatteten Bänden, die in ihrem Zuschnitt den Bildungs- und Unterhaltungsinteressen des Publikums aus Adel und wohlhabendem Bürgertum entgegenkamen. In seinem Bericht hatte Chappe d'Auteroche nicht nur seine naturwissenschaftlichen Erkenntnisse zu Papier gebracht, sondern im ersten Halbband des Werks auch ausführlich über das Russische Reich und seine Bevölkerung geschrieben. [18] Beim europäischen Publikum schlug diese Veröffentlichung, insbesondere die Schilderungen Chappes über seine Reise und den Aufenthalt, "wie eine Bombe" (Michel Mervaud) ein: Vielfach gelesen, positiv rezensiert und gefeiert wegen der luxuriösen Ausstattung mit ästhetisch hochwertigem Bildmaterial, gab es zunächst nur wenig Kritik an dem Werk, welches gängige zeitgenössische Urteile über Russland und Russen zu bestätigen schien. [19] Alsbald wurde der Bericht neu aufgelegt und 1770 ins Englische, 1771 ins Niederländische und Deutsche übersetzt. [20]

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In Russland waren die Reaktionen weit weniger enthusiastisch als im westlichen Europa, im Gegenteil: Katharina II., zur Zeit der Reise des Abbés noch gar nicht an der Macht, reagierte ungehalten, da das Buch zu einem für sie und ihre Herrschaft recht ungünstigen Zeitpunkt erschien. Aufgrund einer positiven Bewertung der Regierungszeit Peters des Großen und seiner auf Europäisierung des Reiches abzielenden Reformen war ein Teil der französischen Öffentlichkeit, Philosophen und Aufklärer zwar russophil eingestellt. [21] Auf politischer Ebene waren die Beziehungen zwischen Frankreich und Russland jedoch angespannt. Darüber hinaus witterte Katharina, die sowohl auf das Renommee ihres Reiches wie auf ihr eigenes bedacht war, hinter dem Erscheinen des Berichts das Wirken ihr feindlich gesonnener Kreise am französischen Hof. [22]

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Was die rein wissenschaftlichen Inhalte des Werks betraf, so wollten sich die Mitglieder der Akademie in Petersburg zunächst nicht sofort an die Widerlegung der Beobachtungen Chappe d'Auteroches machen. Für die Sammlung von Daten, die der Korrektur der Befunde des französischen Astronomen dienen sollten, wurde aber anlässlich des Venusdurchgangs vom Mai 1769 erneut eine Expedition nach Sibirien organisiert, die auch auf anderen Gebieten zur weiteren Erforschung der östlichen Teile des Reiches beitrug. [23] Hinsichtlich der Darlegungen Chappe d'Auteroches zu Russland sah sich Katharina zu einer eigenen Gegendarstellung veranlasst, mit der sie die verschiedenen Aussagen Punkt für Punkt zu widerlegen versuchte. Das große Ausmaß ihrer Gereiztheit wurde auch im Ton ihrer eigenen Streitschrift Antidote deutlich, die sie eiligst niederschrieb, aber nicht unter eigenem, sondern unter dem Namen der Fürstin Ekaterina R. Daškova veröffentlichte – eine enge Vertraute seit ihrer Großfürstinnenzeit und später Direktorin der Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg. [24]

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In dem als Widerrede konzipierten Text fungierte – der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits verstorbene – Chappe d'Auteroche als stets präsenter und als solcher direkt von der Verfasserin angesprochener Adressat. Bis ins Detail setzte sie sich dabei mit den Schilderungen Chappe d'Auteroches auseinander. Katharinas abschließendes bzw. ihren Antidote bereits einleitendes Urteil über die Voyage en Sibérie lautete, das Werk Chappe d'Auteroches bestünde zu drei Vierteln aus Geschwätz, es sei voll von Hass, das Beste seien noch die Kupferstiche. [25]

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Zwar galt ihr Augenmerk im Antidote vor allem der Widerlegung des Textes, doch eingedenk der möglichen Wirkungen kritisierte die gerade in diesen Fragen sensibilisierte Katharina auch einige der Illustrationen (an denen sie in ästhetischer Hinsicht und in ihrer typographischen Realisierung jedoch nichts auszusetzen fand). Es handelt sich hier um eine kleine Gruppe von Abbildungen, die "Sitten und Gebräuche" im weitesten Sinne zum Gegenstand haben. Gerade anhand dieses Themenfeldes lassen sich bis heute kulturelle Differenz und die mit ihrer Wahrnehmung und kulturellen sowie psychologischen Verarbeitung korrelierenden Stereotypisierungen besonders gut verhandeln.

Mentale Bilder und Bildprogramm in der Voyage en Sibérie

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In seinem Versuch, den bereisten Raum systematisch zu beschreiben, folgte Chappe d'Auteroche einem Grundmuster von Reiseberichten. [26] Diese orientierten sich auch an den Informationsbedürfnissen eines Publikums, dem es nicht unbedingt möglich war, selbst im Rahmen einer Bildungs- oder Forschungsreise einen Blick auf fremde Kulturen oder die Verhältnisse in Nachbarländern zu werfen. Die Lektüre von Reiseberichten ermöglichte diesen Interessierten zumindest eine mentale Reise. Die regelrechte Abarbeitung eines verbindlichen, genretypischen Grundmusters und Themenkataloges ist hier in zweifacher Weise bedeutsam: Chappe d'Auteroche konnte nicht in allen Fällen auf eigene Beobachtungen und Recherchen zurückgreifen, sondern stützte sich zum Teil auf ältere Russlandberichte und vielleicht nicht immer glaubwürdige Aussagen von Gewährsleuten. [27] Die Reproduktion von gängigen Stereotypen war stets eine große Gefahr, der auch Chappe d'Auteroche nicht entgangen ist. Darüber hinaus wurde die Wahrnehmung des Reisenden mehr oder minder stark durch den genrespezifischen Katalog von festen Themen für einen späteren Bericht geleitet. Wesentlich in diesem Prozess der Welterfassung war der Vergleich, der Rückbezug auf bekannte Größen, der auch in der Präsentation den Referenzrahmen und Maßstab vorgab. [28]

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In der kurzen Einleitung zu seinem Werk äußerte sich Chappe d'Auteroche zunächst als Aufklärer, der sich optimistisch über die weitere Entwicklung der Humanität zeigte. In diesem kurzen Abschnitt, in dem er auch seine Beschäftigung mit dem Thema rechtfertigte, notierte er einige erste, pauschalisierende Zeilen über "die" Russen und schrieb dabei einige wichtige Komponenten des französischen Russlandbildes des vorangegangenen 17. Jahrhunderts fort: [29]

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"Les Russes, renfermés dans leurs contrées au commencement de ce siècle, n'avaient aucune liaison avec l'Europe civilisée. On savait à peine qu'il existat dans ces climats glacés un peuple ignorant et grossier. L'influence actuelle de la Russie dans le système politique de l'Europe montre assez les avantages qu'on peut tirer de la connaissance de ce peuple et du pays qu'il habite." [30]

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Das Bild, welches Chappe d'Auteroche in nüchternem Ton von Russland und seiner ethnisch heterogenen Bevölkerung zeichnete, wies deutliche Schatten auf: Wie ein roter Faden zieht sich die Kritik am System der Leibeigenschaft sowie am allgemeinen 'Despotismus' durch seinen als aktuelle Bestandsaufnahme gestalteten Text. Er diagnostizierte ferner einen Mangel an Bildung, eine Art 'Unaufgeklärtheit' im Zeitalter der Aufklärung – sei es nun beim orthodoxen Klerus, beim Adel oder beim einfachen Volk. Diese Sicht entsprach zeitgenössischen Diskursen, in denen die Russland zugeschriebene Rückständigkeit mal als negativer Faktor für dessen bisherige Entwicklung, mal als Chance für eine verheißungsvolle Zukunft gedeutet wurde. [31]

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Chappe d'Auteroche folgt in seinem Werk der Klimatheorie von Montesquieu, dem zufolge die physikalischen Bedingungen der Umwelt die in ihr lebenden Völker jeweils unterschiedlich prägen. [32] Dieses Axiom ist für Chappe auch hinlängliche Legitimation, die Beobachtungen, die er im Rahmen seiner Sibirienreise gemacht hatte, zu verallgemeinern: "Quant aux hommes, celui qui a parcouru une province de cette contrée connaît tous les Russes [...]." [33]

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Mit einem eigenen Exkurs über die Kalmücken lenkte Chappe d'Auteroche die Aufmerksamkeit des Publikums auf "exotische", "asiatische" Themen und assoziierte damit gleichzeitig alles, was er über die Russen und seine Reise durch ihr Land berichtete, mit Asien und den europäischen Asiendiskursen. [34] Folglich beantwortete er die Frage nach einer Verortung Russlands auf der mentalen Landkarte provozierend anders, [35] als es Katharina durch die Definition ihres Reiches als europäische Macht in ihrer Großen Instruktion getan hatte. [36] Verstärkt wurde dieser Effekt durch die Beigabe einer ersten vollständigen französischen Übersetzung des erstmals 1755 unter dem Titel Opisanie zemli Kamčatki erschienenen Berichtes Stepan P. Krašeninnikovs über eine Expedition auf die Halbinsel Kamčatka als Supplementband zu seinem eigenen Werk. [37] Angesichts des großen Interesses, dessen sich Nachrichten über indigene sibirische Völker, ihre vermeintlich 'wilde' Lebensweise in statu naturali erfreuten, durfte Chappe d'Auteroche überdies auf zusätzliche Aufmerksamkeit auch für sein Werk hoffen. Dabei führten Versuche, die Nachrichten von Forschungsreisenden in Sibirien, die bereits im westlichen Europa vorher zumindest fragmentarisch bekannt geworden waren, mit den geschichtstheoretischen und philosophischen Auffassungen der Aufklärungszeit in Überreinstimmung zu bringen, zur Ausbildung eines eigenen 'Kamtschadalendiskurses', der sich von den ursprünglichen ethnographischen Beobachtungen löste und implizit eher Fragen nach einer europäischen Identität vor diesem Hintergrund verhandelte. [38]

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Den wissenschaftlichen Konventionen der Zeit entsprach es, auf Expeditionen Zeichner mitzunehmen. So bestand ihre Aufgabe während der Expeditionen von James Cook darin, die Beschreibungen der Forschungsreisenden mit ihren Zeichnungen botanischen, ornithologischen, ethnographischen, geographischen oder sonstigen Inhalts zu ergänzen. [39] Diese Zeichnungen waren angesichts des Standes der zeitgenössischen Präparationstechniken meist lebensnäher als mehr oder minder gut erhaltene Tierbälger oder vertrocknete Pflanzen in Herbarien, die zusammen mit anderen Sammelstücken von Forschungsreisen mitgebracht wurden. Nach der Rückkehr wurden Zeichnungen wie auch Exponate zu Vorlagen für die Abbildungen in Atlanten oder anderen Publikationen, die wiederum die gesammelten Daten jenen als Arbeitsmaterial präsentierten, die an solchen Expeditionen nicht teilnehmen konnten. [40]

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Chappe d'Auteroche hingegen war von keinem Maler oder Zeichner begleitet worden. Die Abbildungen, mit denen er sein Werk in der Regel als ganzseitige, separat eingebundene Blätter ausstatten ließ, entstanden vielmehr auf seine Anweisungen hin erst nach seiner Rückkehr aus Russland in der Zeit von 1764-1767 in Paris. [41] Dies gilt auch für das Bildmaterial des Berichtes Krašeninnikovs, wobei die Abbildungen der russischen Originalausgabe als Vorlagen für die Neuschöpfungen verwandt wurden. Im Unterschied zu Chappe d'Auteroche hatte Krašeninnikov auf seine Reise einen Zeichner mitgenommen. [42]

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Die Reise Krašeninnikovs hatte im Rahmen der Großen Nordischen Expedition 1734-1744 stattgefunden und war an die damals gültigen Instruktionen für die Forscher, aber auch für die Zeichner gebunden gewesen. Die Abbildungen waren also auf der Grundlage zeitgenössischer Forschungspraktiken und der Vorstellungen über eine adäquate Dokumentation des Gesehenen entstanden. [43] Doch seien diese Zeichnungen, so Chappe, schlecht gewesen und anschließend schlecht gestochen worden, so dass sie seiner Auffassung nach nur sehr ungenügend die Anschauung des russischen Reisenden wiedergeben würden. Daher sei Monsieur Le Prince damit beauftragt worden, neue anzufertigen. [44] Diese Passage erläutert die Umstände der Entstehung der neuen Zeichnungen. Noch eindrücklicher spiegelt sie aber das zeitgenössische Verständnis von der Rolle, die Zeichner und Radierer nicht nur aus der Perspektive des Chappe d'Auteroche gegenüber dem Forschungsreisenden einzunehmen hatten: Künstler hatten im Prinzip mit den Augen des Forschers zu sehen, um dann das Gesehene und vom Forscher oder Reisenden als typisch oder der Darstellung wert Erachtete mit ihren künstlerischen Fähigkeiten und handwerklichen Techniken zunächst zu dokumentieren und später in Publikationen zu vermitteln. [45] Als Herausgeber der Neuübersetzung sah sich Chappe d'Auteroche offenbar auch hier mehr eigenen Vorstellungen, seinem Verständnis und Geschmack verpflichtet, denn einer möglichst getreuen Wiedergabe der ursprünglichen Vorlage, deren Inhalte Chappe d'Auteroche nicht mit eigenen Augen gesehen hatte.

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Das Bildprogramm der Voyage en Sibérie bietet ein inhaltlich breites Spektrum. Dieses erstreckt sich zunächst über die Visualisierung wissenschaftlicher Praxis und die Abbildung sehr verschiedener natur- und völkerkundlicher Forschungsgegenstände, die üblicherweise in Expeditionsberichte aufgenommen wurden. So finden sich hier angesichts des ursprünglichen Auftrages der Expedition erwartungsgemäß astronomische Darstellungen sowie den Forscher bei der wissenschaftlichen Arbeit zeigende Abbildungen. Zu dieser Gruppe gehören auch die Abbildungen von Objekten, die Chappe von seiner Reise mitbrachte, und die wie Gesteinsproben oder ethnographische Artefakte, zum Beispiel kleine Idole indigener Völker, leicht in Paris unter Aufsicht Chappe d'Auteroches abgezeichnet werden konnten. Gleiches trifft teilweise auch für verschiedene, in ihrer verallgemeinernden Präsentation als typisch herausgestellte Trachten zu, die sich leicht transportieren, in Paris einem Model überstreifen und zu "ethnographischen Bildern" arrangieren bzw. konstruieren ließen. [46]

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Eine weitere Motivgruppe bilden die Ansichten von Städten sowie die effektvollen Darstellungen von Landschaften und kleinen Siedlungen. Kombiniert wurden diese Darstellungen teilweise mit Motiven, die zwei weiteren Gruppen zuzuordnen sind und die Umstände des Reisens sowie allgemein das Thema "Sitten und Gebräuche" ins Bild setzen. Dieser Motivgruppe entstammt auch die hier vorgestellte Bildquelle Soupé russe, wie auch alle anderen Abbildungen, zu denen sich die Zarin in ihrem Antidote explizit geäußert hat: Dies traf ebenfalls auf einen Zyklus zum Thema Hochzeit zu, an dem Katharina in ihrem Antidote Anstoß nahm, ohne allerdings jede Abbildung einzeln zu behandeln. Summarisch urteilte sie, dass es sich hier um obszöne Darstellungen handele, deren Verkauf die Polizei schwerlich erlauben könne. [47] Mit der Abbildung eines russischen Bades wurde ein Thema in den Bericht aufgenommen, welches westliche Reisende wie alles, was kulturell differierende Konzepte zu Scham und Peinlichkeit betraf, stets interessierte. [48] Seine Verarbeitung provozierte Katharina aber erneut zu einer knappen Replik: Ihrer Ansicht nach handelte es sich eher um die Darstellung eines Bacchanals, nicht eines russischen Bades, und sei in dieser Form unanständig. [49] Daneben fanden sich Abbildungen, die Bestrafungen als öffentlich sichtbaren Teil der Strafrechtspraxis zum Inhalt hatten. Diese Abbildungen kommentierte Katharina im Rahmen ihrer Auseinandersetzung mit Chappe d'Auteroches Werk nicht weiter.

Textuelles Umfeld der Illustration

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Die Illustration Soupé russe ist in ein Kapitel eingefügt worden, welches der eigentlichen Reise nach Tobol'sk gewidmet ist. In diesem Kapitel geht es auch um die Lebensbedingungen der Bevölkerung, die in einem häuslichen Ausschnitt auch allgemeines Thema der hier zu behandelnden Illustration ist. Nach einigen Bemerkungen zur Situation der Leibeigenen schildert Chappe d'Auteroche den Aufenthalt auf einer Poststation nach einem Schlittenunfall. Er berichtet von der konkreten Lebenssituation der Postmeisterin, einer Frau von 40 Jahren, die 20 Kinder geboren und diese bis auf zwei im Kleinkindalter wieder verloren habe. Anschließend schildert er Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung sowie als typisch apostrophierte Speisen während der Fasten- sowie der übrigen Zeit des Jahres. [50] Das Innere der Behausungen beschreibt er als ärmlich, klein, dunkel sowie als im Winter schlecht gelüftet und zeitweise überheizt. [51] Einzelne Gegenstände werden beschrieben, auch in der Art ihres Gebrauchs. So wird die bereits erwähnte Kienfackel vorgestellt, erläutert, wie die Kienspäne zunächst auf dem Ofen getrocknet und anschließend weiterverwendet würden und dass die Aufgaben rund um diese Form der Beleuchtung gewöhnlich von alten Leuten versehen würden. "Cet usage se pratique dans toute la Russie", so Chappe d'Auteroche. [52] Anschließend äußert er sich über die Bauweise der Häuser, ihrer Öfen und deren Benutzung durch die Bewohner. [53] Holzbänke werden als wichtigste Möbelstücke beschrieben, Tische seien nur manchmal vorhanden, Küchen- und Essgeschirr bestünde aus Holz oder Ton. [54] Alltägliche religiöse Praktiken bei den orthodoxen Russen sind für den Reisenden gleichfalls interessant. Im Kontext der Beschreibung der Wohnsituation der lokalen Bevölkerung in Gestalt der als kleine Hauskapelle interpretierten Ikonenecke und ihrer Verehrung widmet sich Chappe d'Auteroche daher auch diesen Dingen. [55]

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Eine ganze Reihe der im Text beschriebenen Gegenstände und Sachverhalte finden sich in der Illustration Soupé russe in Szene gesetzt, die die erwähnte Passage gleichsam visuell zusammenfasst. Die Beziehung zwischen Bildnis und Abgebildeten ist dabei keine Naturtreue im Sinne einer individualisierten, präzise porträtierenden Darstellung. Vielmehr wird Typisches unter Verwendung bildnerischer Mittel wiedergegeben. Diese richten sich dabei nach zeitgenössischen ästhetischen Konventionen, die auch die zeitgenössische Druckgraphik und Malerei widerspiegeln. Es wird somit kein Porträt der nur kurz erwähnten Postmeisterin und ihrer Familie angefertigt, sondern aufgrund verschiedener Elemente des Textes ein fiktives Bild konstruiert. Dieses kann auch losgelöst vom Text "gelesen" werden. Die Aussagen jenes Textes jedoch scheinen durch die spezifische Unmittelbarkeit des ihm zugeordneten Bildes zusätzlich verbürgt zu sein.

Grundlinie(n) der Bildkritik der Zarin

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Wie bereits angedeutet äußerte sich Katharina in ihrem Antidote nur zu ausgewählten Illustrationen. Sie unterzog das Bildprogramm oder seine Bestandteile keiner systematischen (Einzel)Kritik. Zielscheibe ihrer Kritik wurde dabei nicht der Künstler. Katharina kritisierte die Auswahl der dargestellten Themen und Motive, nicht deren konkrete künstlerische Ausführung, bei der Le Prince durch den raffinierten Einsatz von Licht und einer ausgefeilten Komposition gerade auch ästhetische Qualität zu erzielen versuchte. Hinsichtlich der Illustration Soupé russe urteilte Katharina ferner, dass das, was dargestellt worden sei, überhaupt nicht einer Mahlzeit bei russischen Bauern entspreche, und ohne das kleine Mädchen, welches eine Art von Löffel an den Mund führe, sowie ohne die Bildunterschrift, man nicht erraten könne, dass es sich bei der Abbildung um die Darstellung einer Mahlzeit handeln solle. [56]

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Damit hatte Katharina zu Recht auf eine mangelnde Übereinstimmung zwischen Titel und dargestelltem Inhalt dieser fiktiven Szene hingewiesen, die Inhalte der durch sie illustrierten Textpassage zusammenfasste. An der handwerklichen und künstlerischen Ausführung einzelner Motive, bei der Le Prince auf die eingangs erwähnten eigenen, nicht nur auf St. Petersburg begrenzten Russlanderfahrungen und sein dadurch bereichertes visuelles Repertoire zurückgreifen konnte, hatte Katharina nichts weiter auszusetzen. Ihre Kritik galt den Ausführungen Chappe d'Auteroches, der beispielsweise die Ikonenecke als "Hauskapelle" fehlinterpretiert hatte. [57] An deren Visualisierung durch Le Prince fand sie aber offenbar keinen Fehler, den sie sicher nicht verschwiegen hätte.

Fazit

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Das von Chappe d'Auteroche entworfene Bild von Russland war das eines wenig zivilisierten, "rückständigen", "despotischen", "fremden", eher "asiatischen" denn "europäischen" Landes. Letzteres wurde – die wissenschaftlichen Konventionen und Praktiken der Zeit aufgreifend – durch die Abbildungen als "typisch" apostrophierter, im Text ausführlich geschilderter Situationen und auch durch die detaillierten ethnographischen Illustrationen indigener Völker visuell belegt: Hier wurden meist Männer und Frauen in "typischer" Kleidung, in "typischen" Situationen und Umfeldern dargestellt. Der Zweck bestand in der möglichst authentisch wirkenden Veranschaulichung und Zusammenfassung der Aussagen des Textes, die auf diese Weise durch die Unmittelbarkeit des Mediums verbürgt wurden und auch ohne den Text für einen Betrachter lesbar und verständlich sein sollten. [58] Bisweilen konnte sich das Verhältnis zwischen Text und Bild auch dahingehend verändern, dass vermöge des bildumgebenden Textes die komprimierten oder die der Lebenswelt der Rezipienten fremden Inhalte der Illustration weiter erläutert werden mussten. [59]

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Die authentisch wirkenden Illustrationen sind dabei reine Konstruktionen, die (vermeintliches oder tatsächliches) Wissen und Beobachtungen aus ganz verschiedenen Quellen sichtbar machen sollen. [60] Dies gilt auch für die hier vorgestellte, den Eindruck von Ärmlichkeit, Unordnung und Rückständigkeit bei anscheinend gleichzeitigem Familienglück evozierende Bildquelle. Dabei können sie theoretisch auch Ergebnisse der Anwendung unterschiedlicher erkenntnistheoretischer Konzepte – wie der Naturtreue, des geschulten Urteils oder auch der Objektivität als Erfindung des 19. Jahrhunderts – visualisieren. [61]

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Eine rein kunsthistorische Betrachtung, die sich auf Fragen des Bildaufbaus, der ästhetischen Mittel, der eingesetzten Techniken oder der Traditionen in Motiven und Bildformeln beschränkt, greift ohne die Berücksichtigung des Textes für den bzw. auf dessen Grundlage die Bildwerke geschaffen wurden, ebenso zu kurz wie deren Vernachlässigung. Denn es offenbaren sich durch die jeweils gewählten Visualisierungsstrategien, vor allem aber durch ihre konkrete Umsetzung, Denk- und Wahrnehmungsmuster sowie Wertmaßstäbe, die sich auch in den oben erwähnten wahrnehmungsleitenden genretypischen Themenkatalogen frühneuzeitlicher Reiseberichte, den auf ihrer Grundlage verfassten Texten und den dort entworfenen mentalen Bildern widerspiegeln. Inhalte und mentale Bilder dieser Texte können im Wortsinne in Illustrationen sichtbar gemacht werden, die nicht nur dem Text selbst Struktur verleihen, sondern von ihm losgelöst eine eigene unmittelbare Wirkung entfalten können. Diese Wirkung kann sich durch verschiedene Rezeptionsprozesse, wie beispielsweise dem in der frühen Neuzeit gängigen Nachdruck von Illustrationen, auch losgelöst aus ihrem ursprünglichen Kontext fortsetzen. In welchem Maße dies auch für das Werk Chappe d'Auteroches und Le Princes gilt, müsste im Einzelnen noch genauer untersucht werden.

Autorin:

Dr. Maike Sach
Johannes-Gutenberg-Universität zu Mainz
Historisches Seminar
Jacob-Welder-Weg 18
55128 Mainz
E-Mail: sachm@uni-mainz.de



[1] Jean Chappe d'Auteroche: Voyage en Sibérie, fait par ordre du roi en 1761 […], 2 Bde., Paris 1768. Diese Ausgabe ist vom Göttinger Digitalisierungszentrum online gestellt worden unter http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?PPN=PPN334025672 <25.05.2011>. Der Bericht Chappe d'Auteroches über seine Reise sowie seine Ausführungen über Russland und seine Bewohner, der den ersten Teilband seiner Publikation bildet, wurde nur leicht gekürzt neu herausgegeben von: Hélène Carrère d'Encausse (Hg.): L'Impératrice et l'Abbé. Un duel littéraire inédit entre Catherine II et l'Abbé Chappe d'Auteroche, Paris 2003, 67-323; eine weitere Edition mit ausführlichen Einführungen besorgte Michel Mervaud (Hg.): Chappe d'Auteroche. Voyage en Sibérie fait par ordre du roi en 1761, Bd. 1: Introduction et apparat critique, Bd. 2: Edition critique (= Studies on Voltaire and the Eighteenth Century 3-4), Oxford 2004. Die Abbildungen sind sowohl in der digitalen Ausgabe als auch in den erwähnten Editionen reproduziert. Zum Bildmaterial der "Voyage en Sibérie" siehe Madeleine Pinault Sørensen: Etude sur Le Prince et les dessinateurs et graveurs du Voyage en Sibérie, in: Mervaud: Chappe d'Auteroche (wie Anm. 1), Bd. 1, 120-227. Darin enthalten auch ein Katalog der Abbildungen. Weitere Reproduktionen sowie Abbildungen ausgewählter Skizzen finden sich in folgenden Katalogen: Kimerly Rorschach (Hg.): Drawings by Jean-Baptiste Le Prince for the Voyage en Sibérie. Catalog of an exhibition held at the Rosenbach Museum & Library Oct. 17, 1986 – Jan. 4, 1987, the Frick Art Museum, Jan. 29 – Mar. 29, 1987 and the Frick Collection, Apr. 21 – June 14, 1987, Philadelphia 1986; Diederik Bakhuÿs / Madeleine Pinault Sørensen (Hg.): Jean-Baptiste Le Prince (Metz, 1734 – Saint- Denis du Port, 1781). Le Voyage en Russie (= Cabinet du dessins 8), Rouen 2004, 33-129.

[2] Pinault Sørensen hat neun Kupferstecher, die an dem Großprojekt mitgearbeitet haben, identifiziert. Unter ihnen ist Le Bas der bekannteste. Darüber hinaus arbeiteten noch zwei weitere Maler, Caresme de Fécamp und Jean Michel Moreau, Vorlagen für die Illustrationen des Berichts aus. Siehe Pinault Sørensen, Etude (wie Anm. 1), 144-147, 153-158.

[3] Pinault Sørensen: Etude (wie Anm. 1), 164, 166; Bakhuÿs / Pinault Sørensen: Jean-Baptiste Le Prince (wie Anm. 1), 42-45.

[4] Zu Werk und Person: Kimerly Rorschach: Le Prince, Chappe d'Auteroche and the Voyage en Sibérie, in: Rorschach: Drawings by Jean-Baptiste Le Prince (wie Anm. 1), 9-17; Pinault Sørensen: Etude (wie Anm. 1), 125-144; Diederik Bakhuÿs: Jean-Baptiste Le Prince, in: Bakhuÿs / Pinault Sørensen: Jean-Baptiste Le Prince (wie Anm. 1), 13-21.

[5] Hubert Delesalle: Les Tapisseries des "Jeux Russiens", in: Bulletin de la Société de l'Histoire de l'Art Français, Paris 1941, 127-132; Bakhuÿs: Jean-Baptiste Le Prince (wie Anm. 4), 16-18. Zu "exotischen" Moden im Bereich der Buchillustration: Manfred Boetzkes: Aspekte der Chinamode in der Buchillustration des 18. Jahrhunderts, in: Arbeitsstelle Achtzehntes Jahrhundert, Gesamthochschule Wuppertal (Hg.): Die Buchillustration im 18. Jahrhundert. Colloquium (= Beiträge zur Geschichte der Literatur und Kunst des 18. Jahrhunderts 4), Heidelberg 1980, 274-296.

[6] Bakhuÿs: Jean-Baptiste Le Prince (wie Anm. 4), 14; Rorschach: Le Prince (wie Anm. 4), 9-10.

[7] Bakhuÿs: Jean-Baptiste Le Prince (wie Anm. 4), 14; Pinault Sørensen: Etude (wie Anm. 1), 128-130.

[8] Pinault Sørensen: Etude (wie Anm. 1), 131-133.

[9] Bakhuÿs: Jean-Baptiste Le Prince (wie Anm. 4), 14.

[10] Ausführlich zu Leben und Werk Michel Mervaud: Une carrière de savant, in: ders.: Chappe d'Auteroche (wie Anm. 1), Bd. 1, 1-41, hier: 1-5.

[11] Edmond Halley: A new Method of determining the Parallax of the Sun, or His Distance from the Earth, zuerst lateinisch in: Philosophical Transactions 29 (1716), 454, die englische Übersetzung in: Abridged Transactions of the Royal Society 6 (1809), 243-249; der Text ist online einsehbar unter: http://eclipse.gsfc.nasa.gov/transit/HalleyParallax.html <10.10.2010>.

[12] Gloria Clifton: Der Venusdurchgang – Astronomie auf der ersten Cook-Reise, in: James Cook und die Entdeckung der Südsee. Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn / Museum für Völkerkunde Wien / Historisches Museum, Bern, München 2010, 72-74.

[13] Mervaud: Une carrière de savant (wie Anm. 10), 6-15.

[14] Albert Lortholary: Le mirage russe en France au XVIIIe siècle, Paris 1951, 191; Mervaud: Une carrière de savant (wie Anm. 10), 15-17.

[15] Mervaud: Une carrière de savant (wie Anm. 10), 19; Dietmar Henze: "Chappe d'Auteroche, Jean", in: ders.: Enzyklopädie der Entdecker und Erforscher der Erde, Bd. 1, Graz 1978, 556-557.

[16] Mervaud: Une carrière de savant (wie Anm. 10), 20.

[17] Mervaud: Une carrière de savant (wie Anm. 10), 22-35.

[18] Ausführlich zu Inhalt und Quellen des Textes siehe Michel Mervaud: Le Voyage russe, in: Mervaud: Chappe d'Auteroche (wie Anm. 1), Bd. 1, 41-81.

[19] Michel Mervaud: L'envers du "Mirage russe": Deleyre et Chappe d'Auteroche, in: Revue des études slaves 70 (1998), 4, 837-850, hier: 837; ausführlich zur Rezeption ders.: Réception et critique du Voyage en Sibérie, in: ders.: Chappe d'Auteroche (wie Anm. 1), Bd. 1, 81-122, hier: 81-86.

[20] Mervaud: Réception et critique du Voyage en Sibérie (wie Anm. 19), 110-111.

[21] Mervaud: L'envers du "Mirage russe" (wie Anm. 19), 838; Marcus C. Levitt: An Antidote to Nervous Juice: Catherine the Great's Debate with Chappe d'Auteroche over Russian Culture, in: Eighteenth-Century Studies 32 (1998), 49-63, hier: 50-51. Später nahm Voltaire das als russophob verstandene Werk Chappe d'Auteroches in Schutz. Vgl. Mervaud: L'envers du "Mirage russe" (wie Anm. 19), 841.

[22] Mervaud: L'envers du "Mirage russe" (wie Anm. 19), 839; ausführlich: Levitt: An Antidote to Nervous Juice (wie Anm. 21).

[23] Rudolf Mumenthaler: Dem Reich und den Wissenschaften zu Nutzen. Forschungsreisen im Auftrag der Petersburger Akademie der Wissenschaften, in: Eckhard Hübner / Jan Kusber / Peter Nitsche (Hg.): Rußland zur Zeit Katharinas II. Absolutismus – Aufklärung – Pragmatismus (= Beiträge zur Geschichte Osteuropas 26), Köln / Weimar / Wien 1998, 253-279, hier: 258-259, 268-269. Ob die Daten, die Chappe d'Auteroche auf seiner Reise erhoben hatte, nun 'falsch' oder 'richtig' sind, spielt für den vorliegenden Artikel keine Rolle, zu seinem wissenschaftlichen Beitrag siehe Henze: "Chappe d'Auteroche, Jean" (wie Anm. 15), 556-557.

[24] L'Antidote, ou Examen du mauvais livre superbement imprimé, intitule Voyage en Sibérie […] par M. l'Abbé Chappe d'Auteroche, St. Petersburg 1770, neu ediert in: Carrère d'Encausse: L'Impératrice et l'Abbé (wie Anm. 1), 325-626. Zum "Antidote", der Frage seiner Autorschaft und seiner Rezeption Mervaud: L'envers du "Mirage russe" (wie Anm. 19), 840-841; ders.: Réception et critique du Voyage en Sibérie (wie Anm. 19), 86-99.

[25] [Katharina II.]: Antidote (wie Anm. 24), 331.

[26] Jürgen Osterhammel: Distanzerfahrung. Darstellungsweisen des Fremden im 18. Jahrhundert, in: Hans-Joachim König / Wolfgang Reinhard / Reinhard Wendt (Hg.): Der europäische Beobachter außereuropäischer Kulturen. Zur Problematik der Wirklichkeitswahrnehmung (= Zeitschrift für Historische Forschung. Beiheft 7), Berlin 1989, 9-42, hier: 25-26; ferner Justin Stagl: Der wohlunterwiesene Passagier. Reisekunst und Gesellschaftsbeschreibung vom 16.-18. Jahrhundert, in: B. I. Krasnobaev / Gert Robel / Hubert Zeman (Hg.): Reisen und Reisebeschreibungen im 18. und 19. Jahrhundert als Quellen der Kulturbeziehungsforschung (= Studien zur Geschichte der Kulturbeziehungen in Mittel- und Osteuropa 6), 353-384.

[27] Gert Robel: Russische Reiseberichte über Deutschland und deutsche Reiseberichte über Rußland, in: Eckhard Hübner / Jan Kusber / Peter Nitsche (Hg.): Rußland zur Zeit Katharinas II. Absolutismus – Aufklärung – Pragmatismus (= Beiträge zur Geschichte Osteuropas 26), Köln / Weimar / Wien 1998, 281-301, hier: 290.

[28] Gabriele Scheidegger: Das Eigene im Bild vom Anderen. Quellenkritische Überlegungen zur russisch-abendländischen Begegnung im 16. und 17. Jahrhundert, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas NF 35 (1987), 339-355; dies.: Perverses Abendland – barbarisches Russland. Begegnungen des 16. und 17. Jahrhunderts im Schatten kultureller Missverständnisse, Zürich 1993; Ekkehard Witthoff: Grenzen der Kultur. Differenzwahrnehmung in Randbereichen (Irland, Lappland, Rußland) und europäische Identität in der Frühen Neuzeit (= Europäische Hochschulschriften, Reihe III: Geschichte und ihre Hilfswissenschaften 758), Frankfurt a. M., 9; zu methodologischen Aspekten ferner: Michael Harbsmeier: Reisebeschreibungen als mentalitätsgeschichtliche Quellen: Überlegungen zu einer historisch-anthropologischen Untersuchung frühneuzeitlicher deutscher Reisebeschreibungen, in: Antoni Mączak / Hans-Jürgen Teuteberg (Hg.): Reiseberichte als Quellen europäischer Kulturgeschichte. Aufgaben und Möglichkeiten der historischen Reiseforschung (= Wolfenbütteler Forschungen 21), Wolfenbüttel 1982, 1-31; Peter J. Brenner: Der Reisebericht in der deutschen Literatur. Ein Forschungsüberblick als Vorstudie zu einer Gattungsgeschichte (= Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur. Sonderheft 2), Tübingen 1990.

[29] Zum französischen Russlandbild Dietrich Gerhardt: Prince Adolphe de Moscovie. Zur Entwicklung des Rußlandbildes in Frankreich bis zum 19. Jahrhundert, in: Romanistisches Jahrbuch 24 (1973), 92-120; ferner Michel Mervaud / Jean Claude Roberti: Une infinie brutalité: L'image de la Russie dans la France des XVIe et XVIIe siècles (= Cultures et sociétés de l'est 15), Paris 1991.

[30] Chappe d'Auteroche: Voyage en Sibérie (wie Anm. 1), i-ii; Carrère d'Encausse: L'Impératrice et l'Abbé (wie Anm. 1), 67; Mervaud: Chappe d'Auteroche (wie Anm. 1), Bd. 2, 231-232.

[31] Hierzu Manfred Hildermeier: Das Privileg der Rückständigkeit. Anmerkungen zum Wandel einer Interpretationsfigur der neueren russischen Geschichte, in: Historische Zeitschrift 244 (1987), 557-603, hier: 566-569; Larry Wolff: Inventing Eastern Europe. The Map of Civilisation on the Mind of the Enlightenment, Stanford 1994, 10, 35-37.

[32] Charles-Louis de Secondat de la Brède et de Montesquieu: De l'esprit des lois. Extraits, Bd. 2, Paris 1985, 46-52; zur Klimatheorie siehe Johannes Rohbeck: Historisierung des Menschen. Zum Verhältnis von Naturgeschichte und Geschichtsphilosophie, in: Walter Schmitz / Carsten Zelle (Hg.): Innovation und Transfer. Naturwissenschaften, Anthropologie und Literatur im 18. Jahrhundert (= Aufklärungsforschung 2), Dresden 2004, 121-130; Gonthier-Louis Fink: Diskriminierung und Rehabilitierung des Nordens im Spiegel der Klimatheorie, in: Astrid Arndt / Andreas Blödorn / David Fraesdorff / Annette Weisner / Thomas Winkelmann (Hg.): Imagologie des Nordens. Kulturelle Konstruktionen von Nördlichkeit in interdisziplinärer Perspektive (= Imaginatio borealis. Bilder des Nordens 7), 45-107; zur Entwicklung klimatheoretischer Ansätze, die teils der Begründung kultureller Hegemonie, teils eines geographischen Determinismus dienten, Lucas Mario Gisi: Einbildungskraft und Mythologie. Die Verschränkung von Anthropologie und Geschichte im 18. Jahrhundert (= spectrum Literaturwissenschaft / spectrum Literature 11), Berlin / New York 2007, 83-149.

[33] Chappe d'Auteroche: Voyage en Sibérie (wie Anm. 1), 218; Carrère d'Encausse: L'Impératrice et l'Abbé (wie Anm. 1), 244; Mervaud: Chappe d'Auteroche (wie Anm. 1), Bd. 2, 436.

[34] Dazu ausführlich Jürgen Osterhammel: Die Entzauberung Asiens. Europa und die asiatischen Reiche im 18. Jahrhundert (= Beck'sche Reihe 1823), München 2010.

[35] Larry Wolff: Inventing Eastern Europe (wie Anm. 31), 345; kritisch zu Wolff: Frithjof Benjamin Schenk: Die Konstruktion von geographischen Räumen in Europa seit der Aufklärung, in: Geschichte und Gesellschaft 28 (2002), 493-514, hier: 500-501; ferner: Marc Bassin: Russia between Europe and Asia: The Ideological Construction of Geographical Space, in: Slavic Review 50 (1991), 1, 1-17; ders.: Inventing Siberia: Visions of the Russian East in the Early Nineteenth Century, in: The American Historical Review 96 (1991), 3, 763-794; Giulia Cecere: Wo Europa endet. Die Grenze zwischen Europa und Asien im 18. Jahrhundert, in: Christof Dipper / Ute Schneider (Hg.): Kartenwelten. Der Raum und seine Repräsentation in der Neuzeit, Darmstadt 2006, 127-145.

[36] Katharinae der Zweiten Kaiserin und Gesetzgeberin von Rußland Instruction für die zu Verfertigung des Entwurfs zu einem neuen Gesetzbuch verordnete Commißion, Riga / Mitau 1768, Nachdruck Frankfurt a. M. 1970, 4.

[37] Jean Chappe d'Auteroche: Voyage en Sibérie contenant la description du Kamchatka […] par M. Kracheninnikov, Paris 1768, online unter: http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/ <10.10.2010>. Einen kritischen Überblick über die verschiedenen Ausgaben und Übersetzungen der "Opisanie" bei Gudrun Bucher: "Von Beschreibung der Sitten und Gebräuche der Völcker." Die Instruktionen Gerhard Friedrich Müllers und ihre Bedeutung für die Geschichte der Ethnologie und der Geschichtswissenschaft (= Quellen und Studien zur Geschichte des östlichen Europas 63), Stuttgart 2002, 162 sowie Anm. 543; ferner Gisi: Einbildungskraft und Mythologie (wie Anm. 32), 249-250.

[38] Gisi: Einbildungskraft und Mythologie (wie Anm. 32), 246-268; ders.: Die lebhafte Einbildungskraft der "Wilden" Kamtschatkas als europäisches Konstrukt und außereuropäische Herausforderung, in: Ulrich Johannes Schneider (Hg.): Kulturen des Wissens im 18. Jahrhundert, Berlin 2008, 399-406.

[39] Rüdiger Joppien: Die Künstler auf den Reisen des James Cook, in: James Cook und die Entdeckung der Südsee (wie Anm. 12), 112-118; Jan Altmann: Pazifische Impulse. Entdeckungsreisen und visuelle Techniken der naturhistorischen Wissensrepräsentation, in: Schneider: Kulturen des Wissens (wie Anm. 38), 523-532. Zu Bildpraktiken im Kontext der medialen Aufbereitung von Expeditionen Philippe Despoix: Die Welt vermessen. Dispositive der Entdeckungsreise im Zeitalter der Aufklärung, Göttingen 2005, 103-108.

[40] Lorraine Daston / Peter Galison: Objektivität, Frankfurt a. M. 2007, 68-69; zur konkreten Arbeitsweise: 104-106. Zu den Instruktionen für Maler und Zeichner Bucher: "Von Beschreibung der Sitten und Gebräuche der Völcker" (wie Anm. 37), 120-122; zu Forschungspraktiken ferner dies.: The Development of Research Practices during the Eighteenth Century and their Impact on the Study of the non-Russian Peoples of Siberia in the Nineteenth Century, in: Michael Branch (Hg.): Defining self. Essays on Emergent Identities in Russia. Seventeenth to Nineteenth Centuries (= Studia Fennica. Ethnologica 10), Helsinki 2009, 47-58.

[41] Rorschach: Le Prince (wie Anm. 4), 9.

[42] Chappe d'Auteroche: Voyage en Sibérie (wie Anm. 1), Bd. 2, vii-viii.

[43] Bucher: "Von Beschreibung der Sitten und Gebräuche der Völcker" (wie Anm. 37), 85-88, 120-122.

[44] Chappe d'Auteroche: Voyage en Sibérie (wie Anm. 1), Bd. 2, ix.

[45] Zu diesem Verfahren des "Sehens mit vier Augen" Daston / Galison: Objektivität (wie Anm. 40), 88-103.

[46] Die Darstellung einer Samojedin mit ihrem Kind ist dabei eine Fiktion bzw. Konstruktion im Pariser Atelier: Chappe d'Auteroche hatte während seiner Reise keine Samojeden besucht, wie er selbst schrieb, sondern eine samojedische Tracht von einem Russen zum Geschenk erhalten, nach der die Illustration dann entworfen wurde, wie er ebenfalls in seinem Bericht klarstellte: Chappe d'Auteroche: Voyage en Sibérie (wie Anm. 1), 341 sowie Anm. 1; Carrère d'Encausse: L'Impératrice et l'Abbé (wie Anm. 1), 317 sowie Anm. 2; Mervaud: Chappe d'Auteroche (wie Anm. 1), Bd. 2, 557 sowie Anm. *.

[47] [Katharina II.]: Antidote (wie Anm. 24), 505.

[48] Galina Kabakova / Alexandre Stroev: Les voyageurs aux bains russes, in: Revue des études slaves 69 (1997), 4, 505-518; ferner: Norbert Elias: Über den Prozeß der Zivilisation. Soziogenetische und Psychogenetische Untersuchungen, 2 Bde. (= Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 158-159), Frankfurt a. M. 1997, hier: Bd. 1, 315-323 sowie Bd. 2, 408-420.

[49] [Katharina II.]: Antidote (wie Anm. 24), 362.

[50] Chappe d'Auteroche: Voyage en Sibérie (wie Anm. 1), 40-41; Carrère d'Encausse: L'Impératrice et l'Abbé (wie Anm. 1), 101-103; Mervaud: Chappe d'Auteroche (wie Anm. 1), Bd. 2, 278-279.

[51] Chappe d'Auteroche: Voyage en Sibérie (wie Anm. 1), 41-43; Carrère d'Encausse: L'Impératrice et l'Abbé (wie Anm. 1), 103-105; Mervaud: Chappe d'Auteroche (wie Anm. 1), Bd. 2, 279-281.

[52] Chappe d'Auteroche: Voyage en Sibérie (wie Anm. 1), 42; Carrère d'Encausse: L'Impératrice et l'Abbé (wie Anm. 1), 103; Mervaud: Chappe d'Auteroche (wie Anm. 1), Bd. 2, 281.

[53] Chappe d'Auteroche: Voyage en Sibérie (wie Anm. 1), 42-43; Carrère d'Encausse: L'Impératrice et l'Abbé (wie Anm. 1), 104-105; Mervaud: Chappe d'Auteroche (wie Anm. 1), Bd. 2, 281-282.

[54] Chappe d'Auteroche: Voyage en Sibérie (wie Anm. 1), 43; Carrère d'Encausse: L'Impératrice et l'Abbé (wie Anm. 1), 105; Mervaud: Chappe d'Auteroche (wie Anm. 1), Bd. 2, 281-282.

[55] Chappe d'Auteroche: Voyage en Sibérie (wie Anm. 1), 43-44; Carrère d'Encausse: L'Impératrice et l'Abbé (wie Anm. 1), 105-106; Mervaud: Chappe d'Auteroche (wie Anm. 1), Bd. 2, 282-283.

[56] [Katharina II.]: Antidote (wie Anm. 24), 354.

[57] [Katharina II.]: Antidote (wie Anm. 24), 356-357.

[58] Iris Därmann: Ethnologie, in: Klaus Sachs-Hombach (Hg.): Bildwissenschaft. Disziplinen, Themen, Methoden, Frankfurt a. M. 2005, 174-184; Helge Gerndt: Bildüberlieferung und Bildpraxis. Vorüberlegungen zu einer volkskundlichen Bildwissenschaft, in: ders. / Michaela Haibl (Hg.): Der Bilderalltag. Perspektiven einer volkskundlichen Bildwissenschaft (= Münchener Beiträge zur Volkskunde 33), Münster 2005, 13-34.

[59] Despoix: Die Welt vermessen (wie Anm. 39), 104.

[60] Despoix: Die Welt vermessen (wie Anm. 39), 104.

[61] Daston / Galison: Objektivität (wie Anm. 40); ferner Lorraine Daston / Peter Galison: Das Bild der Objektivität, in: Peter Geimer (Hg.): Ordnungen der Sichtbarkeit. Fotografie in Wissenschaft, Kunst und Technologie, Frankfurt a. M. 2002, 29-99.

Empfohlene Zitierweise:

Maike Sach : "Die Zeichnungen von M. Le Prince sind noch das Beste an Eurem Buch." Zur Rolle von Buchillustrationen bei der Vermittlung mentaler Bilder am Beispiel des Soupé russe aus der Voyage en Sibérie des Abbé Chappe d'Auteroche , in: zeitenblicke 10, Nr. 2, [22.12.2011], URL: http://www.zeitenblicke.de/2011/2/Sach/index_html, URN: urn:nbn:de:0009-9-31918

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